22@ Barcelona | Bebauungsordnung

Das Projekt »22@Barcelona« befindet sich in einem Viertel des Eixemple in der katalanischen Hauptstadt. Seine Blütezeit hatte der ehemalige Industriebezirk am Meer im 19. Jahrhundert. Danach verwahrloste das Viertel, viele Gebäude standen jahrelang leer. Das Projekt »22@Barcelona« beinhaltet, neben Investitionen von 180 Millionen Euro in die lokale Infrastruktur, eine Neugliederung der Bebauungsordnung im Projektgebiet. Firmen [...]

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Das Projekt »22@Barcelona« befindet sich in einem Viertel des Eixemple in der katalanischen Hauptstadt. Seine Blütezeit hatte der ehemalige Industriebezirk am Meer im 19. Jahrhundert. Danach verwahrloste das Viertel, viele Gebäude standen jahrelang leer.

Das Projekt »22@Barcelona« beinhaltet, neben Investitionen von 180 Millionen Euro in die lokale Infrastruktur, eine Neugliederung der Bebauungsordnung im Projektgebiet. Firmen aus den „knowledge industries“ oder artverwandten Wirtschaftszweigen sollen sich im Sinne einer gezielten Clusterbildung dort ansiedeln.

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Die Bebauungsordnung, die als Anreizinstrumentarium dienen soll, erlaubt es bestimmten Firmen höher zu bauen oder Konzepte mit enger Verquickungen von Gewerbe- und Wohnungsbau zu entwickeln. Durch gezielte Justierung des Baurechts sollen kleinräumige wirtschaftliche Cluster gefördert und (sowohl globale, als auch regionale) ökonomische Dynamiken generiert werden.

Einige Firmen wie Microsoft, Sony Ericsson aber auch lokale IT-Firmen haben sich im Projektgebiet schon angesiedelt. Inwiefern dies auf das Instrumentarium der Bebauungsordnung zurückzuführen ist muss im weiteren Projektverlauf genauer analysiert werden.

Im Rahmen des »Null Euro Urbanismus« Recherche- und Studienprojekts wird dieses Instrumentarium weiterhin – isoliert – als »Good Practice Verdächtiger“ verfolgt.

Eventuell kann diese Maßnahme als ein gutes Beispiel dienen, wie Kommunen, lediglich basierend auf ihrer ureigensten Zuständigkeit, durch einen intelligenten Einsatz der kommunalen Hoheitsfunktion einen kostengünstigen Beitrag zur Generierung lokal-ökonomischer Dynamiken und privatwirtschaftlichen Engagements im Stadtumbau leisten können.

Das Ergebnis bleibt abzuwarten. Über Anregungen und Kritik in diesem Fall, wie auch im Allgemeinen, freuen wir uns sehr.

Projektpräsentation »22@ Barcelona« (PDF english)

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