Elefantenspielplatz

Im Zuge des Sanierungs- und Quartiersmanagements Helmholtzplatz, im dicht bebauten Stadtteil Prenzlauer Berg, wurde ein kleiner Platz seitens einer von Anwohnern und Eltern gegründeten Initiative zu einem Spielplatz umgestaltet. Die Freifläche wurde bereits vorher als Spielplatz genutzt. Allerdings verwahrloste und vermüllte er seit Anfang der 90er Jahre immer mehr und wurde fast ausschließlich als Abkürzung […]

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Im Zuge des Sanierungs- und Quartiersmanagements Helmholtzplatz, im dicht bebauten Stadtteil Prenzlauer Berg, wurde ein kleiner Platz seitens einer von Anwohnern und Eltern gegründeten Initiative zu einem Spielplatz umgestaltet.

Die Freifläche wurde bereits vorher als Spielplatz genutzt. Allerdings verwahrloste und vermüllte er seit Anfang der 90er Jahre immer mehr und wurde fast ausschließlich als Abkürzung genutzt. 2001 gründeten Anwohner und Eltern aus dem benachbarten Haus die Initiative »Elefantenspielplatz«, um diesen Missstand zu beseitigen. Sie erhielten dafür Fördermittel aus dem „Quartiersfonds“, der von der Senatsverwaltung aus dem Programm »Soziale Stadt« bereit gestellt wurde. Die Umgestaltung des Platzes erfolgte in Eigenleistung der Elterninitiative. Der Platz wurde der Initiative per Überlassungsvertrag für die Zeit der Baumaßnahmen überlassen, so dass die Eltern zu „echten“ privaten Bauherren mit allen Rechten und Pflichten wurden. Nach Abschluss der Baumaßnahmen ging die Grundstückshaftung wieder an den Bezirk über.

Die Elterninitiative arbeitete bei der Planung mit einem Landschaftsarchitekturbüro zusammen. Arbeiten, die von der Initiative nicht in Eigenleistung erbracht werden konnten, wurden an Fachfirmen vergeben. Die Bepflanzung des Platzes erfolgte durch die Anwohner. Die Pflanzen wurden zum Teil von Sponsoren zur Verfügung gestellt.

Der neu gestaltete Spielplatz wurde im Mai 2003 wieder eingeweiht.

Die Kosten für die Vorarbeiten (Entsiegelung, Bodenaustausch) seitens des Bezirksamts Pankow beliefen sich auf 25.200 €. Pflege und Unterhalt der Anlage werden grundsätzlich vom Grünflächenamt geleistet. Zusätzlich beteiligt sich die Elterninitiative hieran in Eigenregie, z.B. durch Müllsammeln. Die Betreiber eines Cafés im Erdgeschoss haben einen Pflegevertrag entworfen, der für die Zukunft vorsieht, dass sie die Pflege des Platzes vollständig übernehmen, wenn sie im Gegenzug im Sommer einige Tische auf einer Randfläche des Geländes platzieren können.

»Eine Elterninitiative wurde zum Bauherrn für die Neugestaltung eines öffentlichen Spielplatzes in einem Sanierungsgebiet. Das in kurzer Zeit erfolgreich ausgeführte Projekt zeigt, dass trotz geringer Finanzmittel mit viel Eigeninitiative und gezielter professioneller Unterstützung anspruchsvolle Projekte realisiert werden können«

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